Zürich (Reuters) – Vorstandsvorsitzender Thomas Hasler sagte am Donnerstag, dass Sika die weltweit steigenden Rohstoffkosten und die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Schuldenproblemen des Projektentwicklers China Evergrande überwinden könne, um sein Ziel für 2021 zu erreichen.
Nachdem die Pandemie im vergangenen Jahr zu einem Rückgang der Bauprojekte geführt hatte, rechnet der Schweizer Hersteller von Bauchemikalien in diesem Jahr mit einem Umsatzanstieg in Landeswährungen um 13 bis 17 Prozent.
Das Unternehmen rechnet außerdem damit, in diesem Jahr erstmals eine operative Gewinnmarge von 15 % zu erzielen und bestätigt damit seine im Juli abgegebene Prognose.
Hasler übernahm im Mai die Leitung von Sika und erklärte, dass er trotz der Unsicherheit bezüglich China Evergrande weiterhin optimistisch in Bezug auf China sei.
„Es gibt viele Spekulationen, aber unsere chinesische Organisation ist viel einfacher. Das Risiko ist ziemlich gering“, sagte Hasler gegenüber Reuters am Corporate Investor Day in Zürich.
Er erklärte, dass die Produkte von Sika zur Verstärkung und Abdichtung von Baumaterialien eingesetzt werden. Im Vergleich zu Massenmärkten wie beispielsweise Unterkünften, die hauptsächlich von chinesischen Unternehmen betrieben werden, ist Sika stärker in anspruchsvolle Projekte wie Brücken, Häfen und Tunnel involviert.
„Unser Wert liegt darin, dass Bauherren von Kernkraftwerken oder Brücken auf Spitzentechnologie angewiesen sind und daher Zuverlässigkeit erwarten“, sagte der 56-jährige Manager.
„Diese Art von Aufbau wird verstärkt und beschleunigt werden“, fügte Hasler hinzu. „Unsere Wachstumsstrategie in China ist sehr ausgewogen; unser Ziel ist es, uns in China genauso zu entwickeln wie in anderen Regionen.“
Hasler fügte hinzu, dass der Jahresumsatz von Sika in China derzeit etwa 10 % des Gesamtumsatzes ausmacht und dieser Anteil „möglicherweise noch etwas steigen wird“, obwohl das Ziel des Unternehmens nicht darin besteht, diesen Wert zu verdoppeln.
Sika bestätigte sein Ziel für 2021, „trotz der Herausforderungen durch die Entwicklung der Rohstoffpreise und Engpässe in der Lieferkette“.
Beispielsweise rechnet Sika aufgrund von Problemen bei der Wiederaufnahme der Produktion im vollen Umfang mit einem Anstieg der Rohstoffkosten um 4 % in diesem Jahr.
Finanzvorstand Adrian Widmer erklärte bei der Veranstaltung, dass das Unternehmen im vierten Quartal und Anfang nächsten Jahres mit Preiserhöhungen reagieren werde.
Veröffentlichungsdatum: 08.10.2021



